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Goldminen der Zukunft

So gewinnen und nutzen wir 2040 Ressourcen

Fokus: Ressourcen und Kreisläufe

Inhalte zu Goldminen der Zukunft

Überblick

Die Goldminen der Zukunft liegen nicht mehr unter der Erde – sondern vor unserer Haustür: Unternehmen gewinnen Materialien aus Produkten, Fahrzeugen und Infrastruktur zurück – automatisiert, verbunden und profitabel. Was wir produzieren und besitzen, ist kein späterer Müll, sondern ein wertvoller Wertstoff.

2040 herrscht Urban-Mining-Goldgräberstimmung

  • Die Rohstoffe von morgen sind längst vorhanden – in Produkten, Fahrzeugen und Infrastruktur. Statt sie wegzuwerfen, gewinnen wir ihre Materialien zurück, bringen sie erneut in den Kreislauf – und verdienen daran.
  • Jedes Unternehmen besitzt ein eigenes autonomes Zerlegezentrum, das Rückläufe prüft, funktionsfähige Bauteile erhält und Materialien zurückgewinnt. Maschinen koordinieren die Rückgewinnung mit Spezialanlagen, Speichern und dem Angebot erneuerbarer Energie.
  • Ein gemeinsames Materialgedächtnis verbindet diese Bestände mit dem zukünftigen Bedarf anderer Unternehmen im Ecosystem.
  • Jeder Mensch und jeder Privathaushalt führt ausgediente Handys, Geräte und andere Materialien in einfache, weitgehend automatisierte Rückführsysteme zurück. Jeder hat einen Wertstoffhof im Hinterhof.

Zitate

  • Matthias Ballweg

    CEO Circular Republic

    „All diese riesigen Müllkippen, die unser Zivilisationsmüll der letzten Jahrzehnte produziert hat, das sind eigentlich (mit) die spannendsten urbanen Minen.“

  • Merlin Reingruber

    Co-Founder Symtronics

    „Meine Vision wäre, diese Recyclingtechnologien genau dorthin zu exportieren, wo die großen Mülldeponien liegen. Dann werden wir wieder Exportweltmeister. Das sollte doch unser Zukunftsbild sein.“

  • Daniela Rittmeier

    CEO RittmeierAI

    „Unser wertvollster Rohstoff sind die eigenen Daten – aber ungeordnet im Ordner bleiben sie wertlos. Erst wenn Maschinen sie lesen können, helfen sie uns, wertvolle Materialien zu erkennen, zurückzugewinnen und wieder nutzbar zu machen.“

Wirtschaftlichkeit

Goldminen der Zukunft – Warum zahlt sich das aus?

Die Goldminen der Zukunft verändern unseren Blick auf Abfall: Was bisher vor allem Kosten verursacht, kann zu einer wertvollen Rohstoffquelle werden. Daraus entstehen neue wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen – von zusätzlichen Einnahmequellen bis hin zu einer unabhängigeren Rohstoffversorgung.

  1. Neue Umsätze

    Verkauf zurückgewonnener Metalle, Bauteile und aufbereiteter Produkte.

  2. Weniger Beschaffungsrisiken

    Unternehmen sichern sich Zugang zu strategischen Rohstoffen und werden unabhängiger von internationalen Lieferketten.

  3. Neue Industrien und Jobs

    Robotik, intelligente Zerlegung, Materialanalytik, Anlagenbau, Aufbereitung und Materialhandel werden zu eigenständigen Wachstumsfeldern.

  4. Exportchancen

    Deutschland und Europa können ihre industrielle Kompetenz nutzen, um weltweit Anlagen und Technologien zur Rohstoffrückgewinnung anzubieten.

  5. Höhere Wettbewerbsfähigkeit

    Vorhandene Materialien behalten ihren wirtschaftlichen Wert und werden effizienter eingesetzt.

Säulen der Goldminen der Zukunft

  • Autonome Rückgewinnung

    Jedes größere Unternehmen betreibt ein eigenes, weitgehend automatisiertes Zerlegezentrum. Kleinere Unternehmen teilen sich entsprechende Anlagen, die Produkte selbstständig prüfen, funktionsfähige Bauteile erhalten und Materialien zurückgewinnen.

  • Gemeinsames Materialgedächtnis

    Informationen über vorhandene Bestände und kommende Rückläufe verbinden die Materialversorgung im Ecosystem und damit über Unternehmensgrenzen hinweg.

  • Vernetzte Kreisläufe

    Wiederverwendbare Produkte, geprüfte Materialqualität und eine auf erneuerbare Energie abgestimmte Verarbeitung ermöglichen es, Materialien immer wieder wirtschaftlich zu nutzen und daraus neue Werte zu schaffen.

Future Skills

Diese Kompetenzen braucht es, um Goldminen der Zukunft in Unternehmen, Organisationen und Kommunen zu verwirklichen.

  • Materialblick

    Wertvolle Rohstoffe und Materialien erkennen, wo andere nur Abfall sehen.

  • Kreislaufdesign

    Produkte von Anfang an so gestalten, dass ihre Materialien später wiederverwendet werden können.

  • Zerlegekompetenz

    Zerlegen können, ohne zu schreddern – im Zusammenspiel mit Robotik und KI.

  • Materialdaten nutzbar machen

    Herkunft, Zusammensetzung, Qualität und mögliche Weiterverwendung von Bauteilen so dokumentieren, dass andere Betriebe sie nutzen können.

  • Energie- und Flexibilitätskompetenz

    Rückgewinnung, Aufbereitung und Produktion nach Energiebedarf, Stromangebot und Wirtschaftlichkeit steuern.

  • Rohstoffnetzwerke aufbauen

    Rückläufe, Zerlegebetriebe, Hersteller und Abnehmer koordinieren, Materialqualitäten vereinbaren und kritische Lieferabhängigkeiten verringern.

  • Aufbruchserzählung

    Kreislaufwirtschaft als spannende Schatzsuche vermitteln statt als Verzicht.

Was wir verlernen müssen

  • Ein Produkt nach dem Verkauf gedanklich aus der eigenen Verantwortung entlassen.

  • Rückläufer vorschnell als Abfall betrachten und die Potenziale für Wiederverwendung und hochwertige Rohstoffrückgewinnung übersehen.

Branchenimpulse

Coming Soon

Pioniere

Diese Initiativen zeigen schon heute, wie es geht.

  • cylib

    Gewinnt Lithium, Graphit und weitere Stoffe aus Batterien von E-Autos zurück. Das Start-up ist eine Ausgründung der RWTH Aachen.

    cylib.de (öffnet in neuem Tab)
  • tozero

    Recycelt Lithium-Ionen-Batterien, beispielsweise aus Elektroautos und Elektronikgeräten, in einer großen Recyclinganlage.

    tozero.solutions (öffnet in neuem Tab)
  • Aurubis

    Gewinnt Kupfer und weitere Metalle in großem Umfang aus Recyclingmaterial zurück, unter anderem aus Elektronikschrott.

    aurubis.com (öffnet in neuem Tab)
  • Symtronics

    Erstes Ecosystem der Elektronikindustrie, das die gesamte Wertschöpfungskette von Rohstoffen über Entwicklung und Fertigung bis hin zu Recycling und Kreislaufwirtschaft verbindet.

    symtronics.eco (öffnet in neuem Tab)
  • CIRCULAR REPUBLIC

    Die Initiative von UnternehmerTUM verbindet Unternehmen, Start-ups und Forschung, um Materialkreisläufe und wirtschaftlich tragfähige Circular-Economy-Geschäftsmodelle über Branchen hinweg zu entwickeln.

    unternehmertum.de (öffnet in neuem Tab)

Handlungsimpulse

Coming Soon